Die Tunnelbaustelle ist nur eins von vielen Projekten, um die Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet auf Vordermann zu bringen. Wir haben einen Blick auf die Projekte geworfen, die es sonst noch in der Region gibt.

Die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main boomt. Heute leben und arbeiten hier bereits rund 5,5 Millionen Menschen, die täglich unterwegs sind. Um die Mobilität all dieser Menschen zu sichern und die Leistungsfähigkeit des Nahverkehrs im Rhein-Main-Gebiet sowie der Zulaufstrecken im Nah- und Fernverkehr zukunftsfähig zu machen, wird das Programm Frankfurt RheinMain plus (FRMplus) umgesetzt. Für die Reisenden bedeutet dies:

Schnellere Verbindungen

Beispielsweise durch die Wallauer Spange und die Regionaltangente West. Über die Wallauer Spange sollen Fahrgäste voraussichtlich ab 2025 den Frankfurter Flughafen von Wiesbaden aus in 15 Minuten erreichen können – das ist ganze 19 Minuten schneller als die S9 derzeit braucht. Die Regionaltangente West soll hingegen die westlichen Frankfurter Stadtteile und angrenzende Landkreise miteinander verbinden und für direktere Fahrten sorgen. Wer beispielsweise von Bad Homburg nach Frankfurt Höchst will, kann voraussichtlich ab 2024 einfach über die Tangente ohne Umstieg durchfahren und spart dazu noch eine halbe Stunde Fahrzeit.

Mehr Verbindungen

Diese soll es unter anderem durch den Bau der Nordmainischen S-Bahn und durch mehr ICE-/IC-Verbindungen zwischen Frankfurt und Mannheim geben. Die Nordmainische S-Bahn soll von der Konstablerwache über Maintal nach Hanau führen und ab 2028 einen 15-Minuten-Takt zwischen den beiden Städten ermöglichen. Und wenn die Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar fertig ist, sollen dort bis zu 40 zusätzliche ICEs und ICs zwischen Frankfurt und Mannheim rollen.

Mehr Komfort

Dafür soll die Modernisierung der Bahnhöfe und Haltestellen sorgen. Einige werden sogar ganz neu gebaut – wie zum Beispiel die neue Station Gateway Gardens, die ab 2019 angefahren werden soll und den Stadtteil  unkompliziert und natürlich barrierefrei ans S-Bahn-Netz anbindet.

Mehr Kapazität

Der Ausbau der Zulaufstrecken zum Frankfurter Hauptbahnhof schafft bessere Voraussetzungen für mehr Nah- und Fernverkehr. Die Strecke zwischen Frankfurt Stadion, Niederrad und dem Hauptbahnhof bekommt zwei zusätzliche Gleise, sodass der Nahverkehr sich ab 2026 die dortigen Schienen nicht mehr mit dem Fernverkehr teilen muss. Eine ähnliche Maßnahme läuft bereits zwischen Frankfurt und Friedberg: Dort bekommt die S6 bis 2022 eigene Gleise, damit sie häufiger und pünktlicher unterwegs sein kann.

Mehr Umwelt- und Lärmschutz

Mit den Ausbauprojekten werden zahlreiche Umweltmaßnahmen umgesetzt, wie die Renaturierung der Altarme der Nidda in Frankfurt, wo neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entsteht. Bei sämtlichen Baumaßnahmen wird außerdem der Schallschutz verbessert.

Insgesamt umfasst FRMplus derzeit zwölf Projekte, darunter auch das neue elektronische Stellwerk für die Tunnelstammstrecke der S-Bahn Rhein-Main. Bis 2030 fließen mehr als 12 Milliarden Euro in die Infrastruktur. Sie wollen noch mehr wissen? Weitere Informationen zum Programm und den weiteren Projekten finden Sie unter FRMplus.de.