Im Normalfall nimmt man als Fahrgast den Tunnel ohne Details wahr. Zwischen den Stationen unterhält man sich oder liest. Draußen zieht Dunkelheit vorbei. Was aber, wenn die S-Bahn im Tunnel zwischen zwei Stationen hält und die Fahrgäste evakuiert werden müssen?

Der Neubau des elektronischen Stellwerks und die damit einhergehende Sperrung des Tunnels bietet eine gute Gelegenheit, die Sicherheitsbeleuchtung zu ersetzen. An den Tunnelwänden werden deshalb gerade auf der gesamten Strecke zwischen Hauptbahnhof und Mühlberg bzw. Lokalbahnhof neue Lampen montiert, Schaltkästen für die Notstromversorgung angeschraubt und neue Wegemarkierungen angebracht.

Tunnelsicherheitsbeleuchtung weist Weg zum Tageslicht

Im Evakuierungsfall werden Fahrgäste über beleuchtete Fluchtwege meist an den Seiten der Tunnelröhren zum nächstgelegenen Ausstiegsort geführt. Selbst wenn der Strom ausfällt, funktioniert die  Sicherheitsbeleuchtung dank Batterieversorgung immer noch. Taghell ist es deshalb aber nicht im Tunnel – die Beleuchtung ist genau so konzipiert, dass man sich in der sonst dunklen Umgebung gut orientieren kann. Insgesamt 1.200 neue Lampen sind in geringeren Abständen von rund 15 Metern montiert. Damit ist dann der gesamte Fluchtweg beleuchtet– und die Fahrgäste gelangen im Notfall zwar nicht an einer Station, aber auf jeden Fall über den kürzesten Weg ans Tageslicht.